Chronik

 

 

Chronik Teil-II ab 1994

 

Freiwillige Feuerwehr Greifenberg

Entwicklung ab 1994

Die Freiwillige Feuerwehr Greifenberg wurde bis zum 2. Weltkrieg auch als Verein geführt. Danach stand aus heute nicht mehr rekonstruierbaren Gründen nur noch der Brandschutz als kommunale Aufgabe im Mittelpunkt.

In der Jahreshauptversammlung 1996 erging der Beschluss, den Feuerwehrverein wieder zu aktivieren.

Dazu fand am 29.01.1998 eine Gründungsversammlung statt, zwecks Erstellung eines Satzungsentwurfs und Vorstandswahl. Gewählt wurden: Hermann Schneider (1. Vorsitzender), Josef Pitzl (Stellvertreter), Wilfried Schulz (Kassier), Gerold Gall (Schriftführer) und als Beisitzer Mathias Pitzl, Helmut Pittrich, Alois Schön und Johann Gall.
Am 25.07.2002 erfolgte der rechtsverbindliche Eintrag in das Vereinsregister und wenige Wochen später die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt Kaufbeuren.

 

Durch die seit 1985 verfügbare Ausrüstung war zunächst die Bundesstraße B12 Schwerpunkt im Aufgabengebiet technischer Hilfeleistung. Da es sich meist um Unfälle mit Frontalaufprall handelte, fand man häufig eine Situation vergleichbar mit einem Schlachtfeld vor, die hohe psychische Belastung für die Mannschaften bedeutete. Nicht selten konnten Unfallbeteiligte nur noch tot aus den Fahrzeugen mit dem Rettungssatz geborgen werden.

 

Durch den Ausbau der B12 zur Autobahn A96 reduzierte sich zwar nicht die Einsatzhäufigkeit, jedoch waren die Unfälle in der Regel durch die getrennten Richtungsfahrbahnen nicht von der Schwere wie auf der B12.

Beispiel für einen Unfall auf der B12:

Ein Unfall übler Art beschäftigte die Greifenberger Feuerwehr in der Nacht zum 11.08.1992, als die A96 noch im Bau war. An der Fischbach-Brücke geriet ein PKW an einer Überleitungsstelle auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal gegen eine schwere Sattelzug-Maschine. Die vier Insassen, alle Geschwister auf der Rückfahrt vom Flughafen München nach einer längeren Reise, verstarben noch an der Unfallstelle. Die Bergung gestaltete sich sehr schwierig, da der PKW teilweise unter den LKW gedrückt wurde und zunächst mit dem Greifzug herausgezogen werden musste. Schicksalshaft an diesem Vorfall war, dass einer der Verstorbenen Missionspater in
St. Ottilien war, also kurz vor seinem Ankunftsort zu Tode kam. An dieses Unglück erinnert heute noch das Marterl an der Ortsverbindungsstraße nördlich der A96 nach Windach, welches die Angehörigen errichten ließen.

Die Statistik belegt auch die gestiegene Einsatzhäufigkeit, welche nur durch die erweiterte Ausrüstung mit Fahrzeugen und Geräten zu bewältigen war.



Bei der Technischen Hilfe fallen in der Statistik die hohen Werte in den Jahren 1999 und 2000 auf.

In beiden Jahren waren neben der Tätigkeit im Straßenverkehr auch zahlreiche Hochwassereinsätze zu bewerkstelligen, wobei 2000 die Feuerwehr auch selbst betroffen war. Exakt am Tag des Dorffestes am Feuerwehrhaus waren zahlreiche Einsätze im Ortsgebiet zu erledigen und unglücklicherweise wurde das Kellergeschoß des Feuerwehrhauses durch eindringendes Wasser von den umliegenden Wiesen selbst überschwemmt. An diesem Tag war Organisationstalent gefragt, um Verköstigung der Dorffestbesucher, Einsätze im Ort und Leerpumpen des Feuerwehrhauses zu koordinieren.

Insgesamt nehmen seit ca. 2000 die Einsätze wegen Sturmschäden zu. Es zeigen sich auch Extremsituationen, wie die Dürre im Frühjahr 2007, die zu mehreren Einsätzen wegen Waldbränden geführt hat.

 

Durch das LF 16 und LF 16-TS war auch die Ausrüstung für die Brandbekämpfung wesentlich verbessert worden. Mit beiden Fahrzeugen standen nun in Summe 3 leistungsfähige Pumpen zur Verfügung. Das LF 16-TS war mit seiner Beladung von B-Schläuchen und Zubehör für eine Schlauchstrecke von 600 m ideal für die Wasserförderung über größere Strecken geeignet.

Das hatte natürlich auch Auswirkungen auf Einsätze, wie folgender Bericht zeigt:

Nicht im Sinne der Greifenberger Aktiven war der 15.12.2000. Gerade hatte man sich gemütlich zur alljährlichen Weihnachtsfeier des FC Greifenberg im Gasthof zur Post niedergelassen, als kurz nach Beginn der Veranstaltung die Meldeempfänger auslösten. Es galt Unterstützung bei den Löscharbeiten an einem landwirtschaftlichen Anwesen in Dürrhansl bei Windach zu leisten. Der Einsatz hatte aber zwei Tücken. Es stellte sich bald heraus, dass die Wasserversorgung für den Brandumfang völlig unterdimensioniert war und es herrschten Temperaturen von -15° C. Da das Greifenberger LF 16-TS für Wasserförderung über lange Strecken bestens geeignet war, mussten die Maschinisten ihr Können unter diesen widrigen Umständen beweisen. Wegen der schlechten Wetterverhältnisse und der langen Einsatzdauer trat hier auch der seltene Fall auf, dass während der Nacht eine Ersatzbesatzung als Ablösung organisiert werden musste.



Wie bereits erwähnt, wurde 1993 die Jugendarbeit durch Gründung der Jugendfeuerwehr offiziell in Angriff genommen. Jugendwart ist seit 1996  der damalige 2. Kommandant Thomas Schmelcher.

Je nach Charakter der Ausbildungsgruppen hatte der Erfolg große Streuungen, aber es gelang zumindest den Personalstand in der aktiven Wehr zu halten. In der Hauptversammlung 2011 konnte Schmelcher berichten, dass mittlerweile 59% der Aktiven aus der Jugendfeuerwehr stammen. Über die Jahre wurde die Werbung forciert und die Jugendfeuerwehr wirbt heute selbst für sich bei öffentlichen Veranstaltungen durch Aktionen.

 

1998 begann im Feuerwehrhaus der Einzug der elektronischen Datenverarbeitung in Form eines PC mit Drucker. Zunächst für die Arbeit mit dem Programm BASIS und zur Vereinfachung von Verwaltungstätigkeiten. Ende 2007 war eine Aufrüstung incl. Datenanschluss, Telefonanlage, Fax und Unterbrechungsfreie Stromversorgung erforderlich, um für die Inbetriebnahme der Integrierten Leitstelle (ILS) gerüstet zu sein. Aus diesem Grund mussten auch die Sprechfunkgeräte in beiden Fahrzeugen auf FMS hochgerüstet werden.

 

Aus Kostengründen wurde es den Kreisinspektionen ermöglicht, Grundlehrgänge wie z.B. Truppführer und Sprechfunker, auf Kreisebene durchzuführen. 2001 fand der erste Truppführer-Lehrgang in Greifenberg statt. In Teamarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Windach entwickelte sich dieser zu einem regelmäßigen Angebot für den Bereich westlich des Ammersees. 2016 fand der letzte Lehrgang in dieser Form statt, da das Konzept der Modularen Truppausführung (MTA) in Bayern eingeführt wurde. Von vielen Praktikern zwar kritisch beurteilt, aber die Politik siegte hier über den Sachverstand der Praktiker.

 

Auch die Feuerwehr ist ein Getriebener des technischen Fortschritts. Seit Greifenberg über einen Rettungssatz verfügt, sind die dazugehörigen Geräte in Zyklen von ca. 5 bis 10 Jahren ständig dem Austausch unterworfen. Die Notwendigkeit ergibt sich dadurch, dass im Fahrzeugbau zunehmend hochfestere Materialen verwendet werden und somit mal die Schere und dann wieder der Spreizer oder das Hydraulik-Aggregat nicht mehr den Anforderungen genügen.

Im Jahr 2002 erfolgten gravierende Änderungen in der Führung der Feuerwehr. Altersbedingt beendete 1. Kommandant Josef Pitzl nach

28 Dienstjahren seine Tätigkeit. Zum Nachfolger wurde sein Sohn Florian Pitzl gewählt.
Hervorhebenswert ist, dass Josef Pitzl bereits früher als die Fachgremien erkannt hatte, dass Jugendarbeit ein Muss für die Feuerwehr ist. Auch der Bau des Feuerwehrgerätehauses und die Beschaffung des LF 16 wurden maßgeblich von ihm getrieben.
Für seine Verdienste erhielt Pitzl im Jahr 2004 zusätzlich die damals noch seltene Auszeichnung mit dem Ehrenkreuz des Landesfeuerwehrverbandes.
Das Amt des 2. Kommandanten ging nach vielen Jahren von Johann Gall auf Thomas Schmelcher über.



 

2005 trat die Feuerwehr Greifenberg auf Bundesebene sportlich in Erscheinung. Hauptfeuerwehrmann und Maschinist Ludwig Bichler nahm an der Deutschen Meisterschaft der Feuerwehren in Oberbrechen bei Limburg teil und wurden dabei Deutscher Meister im Halbmarathon der Altersklasse M50.



Ende 2009 begann ein Arbeitskreis mit der Erstellung einer Feuerwehr-Bedarfsplanung. Basierend auf prognostizierten Zahlen zur Entwicklung der Gemeinde hinsichtlich der Einwohner und auch des Gefahrenpotentials soll diese der Gemeindeverwaltung Informationen für zukünftige Investitionsplanungen im Feuerwehrbereich geben. Diese konstruktive Vorgehensweise fand viel Beachtung auf Landkreisebene und darüber hinaus und wurde auch anderen Feuerwehren empfohlen.

 

2010 ging der nächste Arbeitskreis an die Arbeit. Da sowohl das LF 16 als auch das LF 16-TS um die 25 Jahre alt waren, häuften sich die Defekte und die Beschaffung von Ersatzteilen erweist sich als zunehmend schwieriger bis unmöglich. Zunächst sollte das LF 16-TS ersetzt werden, da es den schlechteren Zustand aufwies. Der Arbeitskreis erarbeitete ein Leistungsverzeichnis für ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20/16 und bewertete die Angebote. Den Zuschlag erhielt die Firma Rosenbauer aus Österreich.



Ungewollt und zufällig wurden Florian Kuntscher, Stefan Gall, Fritz Wendorff und Philipp Schmette, alle Mitglieder der Jugendfeuerwehr, am 08.02.2010 zu „kleinen Helden“ und in den Medien mehrfach erwähnt. Im Netto-Markt an der Hauptstraße war ein bewaffneter Raubüberfall. Sie selbst waren auf dem Weg zur Übung und exakt zu diesem Zeitpunkt in der Nähe des Netto-Markts. Der Täter ergriff die Flucht, aber sie versorgten, mit ihren schon erworbenen Kenntnissen, die angeschossene Person bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.
Kriminalistisch wird dieser Fall erst im Mai 2013 geklärt. Der Täter wird  in einem Waldstück bei Geltendorf, nach Hinweisen aus der Bevölkerung, bei einem Schusswechsel mit der Polizei tödlich getroffen. Dem "Waldläufer" (Fahndungstitel der KriPo) können die Ermittler den Überfall in Greifenberg und weitere ähnlich gelagerte Vorfälle in der Region zuordnen. 

Erstmals, gemäß der dokumentierten Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Greifenberg, verunglückte 2011 ein Aktiver tödlich (außer Dienst). Georg Gall, "Schorschi", wurde ein technischer Defekt bei der Ausübung seines Hobbys, der Restaurierung historischer Traktoren, zum Verhängnis.

Neben seiner Tätigkeit als Maschinist war er mit viel Arbeitsleistung am Bau des Feuerwehrhauses beteiligt. Auch für Reparaturen an Fahrzeugen und Geräten war er als gelernter Landmaschinen-Mechaniker stets mit Fachwissen zur Stelle. Seine letzte Aktion war die Reparatur des LF 16-TS Anfang 2011, wodurch es noch bis zur Auslieferung des bereits bestellten HLF 20/16 einsatzfähig gehalten werden konnte. Die gesamte aktive Mannschaft erwies ihm die letzte Ehre.

Am 17.10.2011 ereignete sich der erste Chemie-Unfall in Greifenberg. Bei der Fa. Inge AG in der Flurstraße war bei Wartungsarbeiten Natriumhypochlorit ausgetreten und bildete chlorhaltige Gase. Dies führte zu einem Großeinsatz mit ca. 120 Feuerwehrleuten aus Dießen, Eching, Greifenberg, Inning, Schondorf und Windach. Die Feuerwehr Landsberg brachte per Wechselladerfahrzeug den bei ihr stationierten landkreiseigenen Container für Chemie-Unfälle und die Basismannschaft. Zwei Mitarbeiter der Fa. Inge wurden verletzt, konnten aber nach kurzer ärztlicher Behandlung wieder entlassen werden.



Am 22. und 23.11.2011 wurde das HLF 20/16 bei Rosenbauer in Leonding bei Linz durch den Beschaffungsausschuss und mehrere Maschinisten abgenommen und nach Greifenberg überführt. Noch Anfang Dezember folgten mehrere theoretische und praktische Übungen, teilweise unter winterlichen Bedingungen. Ziel war das Fahrzeug möglichst schnell aktiv einsetzen zu können. Seit Ende 2011 ist das HLF 20/16 als Erstangriffsfahrzeug in der Alarmierungskette und löst das LF 16 in dieser Funktion ab. Das LF 16-TS wurde stillgelegt.

Als weiterer Schritt in der Nachwuchsarbeit wurde am 17.05.2012 offiziell die Kinderfeuerwehr gegründet. Die erste Gruppe besteht aus 3 Mädchen und 2 Jungen. Ziel ist hier nicht die übliche Feuerwehrausbildung der Jugendfeuerwehr, sondern das klassische Programm einer Jugendgruppe, jedoch mit kleinen Bezügen zur Feuerwehr, wie z.B. Erste-Hilfe, Unfallverhütung und Brandschutzerziehung.

140 Jahre Freiwillige Feuerwehr Greifenberg 2012

Am 04./05. August 2012 wurde das 140-jährige Jubiläum begangen und zugleich das neue HLF 20/16 geweiht. Das Fest begann am Samstag mit einem Tanz- und Unterhaltungsabend im Sportheim. Zum Festgottesdienst am Sonntag in die Pfarrkirche kamen neben den örtlichen Vereinen zehn benachbarten Feuerwehren.

Anschließend folgte der Festzug von der Kirche zum Sportheim, angeführt vom HLF 20/16 und der Blaskapelle Windach. Am Sportheim erfolgte die Weihe des neuen Fahrzeugs.

Das folgende gemeinsame Mittagessen und der gesamte Nachmittag waren zugleich auch das jährlich stattfindende Dorffest. Während des Nachmittags wurde den Gästen ein Rahmenprogramm geboten. Die Jugendfeuerwehr beteiligte sich mit einem Spiele- und Geschicklichkeits-Parcours für die kleinen Gäste. Seitens der aktiven Feuerwehr wurden die aktuellen Fahrzeuge und der historische Tragkraftspritzen-Anhänger ausgestellt und auf Wunsch erläutert. An einer Brandsimulationsanlage wurde die Handhabung von Feuerlöschern erklärt und die Gäste konnten auch eigene Löschversuche unternehmen. In drei Vorführungen mit den historischen und aktuellen Einsatzmitteln zeigten die Aktiven drei Szenarien in langsamer Ausführung und begleitet von Erläuterungen:

 

                  - Brandbekämpfung anno 1950

                  - Brandbekämpfung heute

                  - Technische Hilfeleistung – Verkehrsunfall mit eingeklemmter

                    Person (patientenschonende Rettung)

 

Dank des hervorragenden Wetters, gut gelaunter Gäste und der tüchtigen Helfer und Organisatoren verlief das Fest in großer Harmonie.

Dass die Arbeit auf der A96 nicht ungefährlich ist und auch die schon länger bemängelte und zunehmende Rücksichtlosigkeit der Verkehrsteilnehmer an Gefahrenstellen zunimmt, musste am 29.10.2012 die Feuerwehr selbst erleben. Bei einer Sicherungsmaßnahme auf der A96 fuhr kurz nach Mitternacht ein PKW in das Gespann aus LF 16 und VSA. Zum Glück entstand kein Personenschaden, aber erheblicher Schaden am Löschgruppenfahrzeug und Sicherungsanhänger.

 

2013 näherte sich das LF 16 seinem 29. Betriebsjahr, begleitet von den allgemein bekannten Umständen, wie z.B. Ausfall-Risiko, hohe  Instandhaltungskosten, Probleme bei der Ersatzteilbeschaffung, usw.. Deshalb wurde mit den Arbeiten zur Ersatzbeschaffung begonnen. Am 18.03.2013 beschloss der Gemeinderat die Beschaffung eines LF 10, basierend auf der von einem Sonderausschuss der Feuerwehr erarbeiteten Ausschreibung und den dazu abgegebenen Angeboten. Die Aufträge wurden an die Fa. Rosenbauer (Österreich) für das Fahrgestell und den Aufbau, an die Fa. BAS für die Beladung und an die Fa. Ziegler für die Tragkraftspritze PFPN10-1000 vergeben.

 

Das LF 10 wurde am 21./22.11.2013 durch ein Team, bestehend aus Maschinisten und Beschaffungsausschuss, bei Rosenbauer technisch abgenommen und nach Greifenberg überführt. Da das LF 10, wie schon das 2011 beschaffte HLF 20/16 aus der Baureihe "Rosenbauer AT Neu" stammt, wurde die Chance genutzt und auf identische Pumpenbedienung und möglichst gleiche Anordnung der wesentlichen Beladungskomponenten geachtet. Das mehr als 25 Jahre alte LF 16 wurde stillgelegt.

Die Hauptversammlung 2014 führte zu einer harmonisch verlaufenen Verjüngung in der aktiven Wehr und im Vereinsvorstand. Bastian Engelicht, einer der ersten Aktiven aus der Gründungszeit der Jugendfeuerwehr, übernimmt von Thomas Schmelcher das Amt des 2. Kommandanten. Schmelcher konzentriert sich nun voll auf die umfangreiche Arbeit mit der Kinder- und Jugendfeuerwehr.
Peter Breunig, ebenfalls Aktiver aus den ersten Jahren der Jugendfeuerwehr, wird zum stellvertretenden Vereinsvorstand gewählt. Josef Pitzl, sein Vorgänger, bleibt der Wehr und dem Verein aber weiter als "Stüberl-Wirt" und Helfer bei Arbeiten im und um das Feuerwehrhaus erhalten. 

Das bereits stillgelegte LF 16 kommt nun doch wieder in den aktiven Dienst, jedoch im Orient.
Ursprünglich war die Stationierung in Aleppo/Syrien vorgesehen. Die Verschlechterung der dortigen Sicherheitslage führte aber zu einem Einsatz in Dohuk, bei Mosul im Nordirak gelegen.
Der Verein Orienthelfer e.V. des Kabarettisten Christian Springer (alias "Fonsi") hatte für dieses Fahrzeug bei der Gemeinde Greifenberg geboten und den Zuschlag erhalten. Die Übergabe erfolgte am 02.05.2014. Der Bürgerkrieg in Syrien hat das Rettungswesen dort sehr geschwächt und selbst ältere Fahrzeuge, wie das Greifenberger LF 16, sind hier wertvolle Hilfe.

Das neue Löschgruppenfahrzeug LF10 wurde am 21.09.2014 im Rahmen einer kleinen Feier geweiht. Die Weihe und das anschließende gemeinsame Weißwurstessen fanden am/im Pater-Rupert-Mayer-Haus statt. Neben der gesamten Bürgerschaft waren dazu auch die benachbarten Feuerwehren aus Windach, Eching, Schondorf und Türkenfeld sowie die örtlichen Vereine mit Fahnenabordnungen geladen. Die Kameraden aus Schondorf hatten etwas Pech, sie wurden während des Essens zu einem Einsatz gerufen. Nach ihrer Rückkehr wurde für sie nochmals frisch aufgetischt.

Entsprechend Gemeinderatsbeschluss wurde der viele Jahre tätige
1. Kommandant Josef Pitzl (1974 – 2002) im Rahmen der Feier zum Ehrenkommandanten ernannt.

Seit dem 21.07.2015 sind HLF 20/16 und LF 10 mit digitalen Funkgeräten ausgerüstet. Dies betrifft sowohl die fest eingebauten MRT (Mobile Radio Terminal) als auch die mobilen HRT (Handheld Radio Terminal). Am 19.10.2015 geht der Digitalfunk für die Feuerwehren im Landkreis Landsberg in den aktiven Betrieb. Provisorisch bleibt auch noch die analoge Funktechnik für einen begrenzten Zeitraum als Rückfall-Lösung an Bord, falls es zu unerwarteten Problemen mit der Digitaltechnik in der Anlaufphase kommen sollte.

Bei den Wahlen zum Vereinsvorstand im Jahr 2017 tritt Hermann Schneider nicht mehr an. Die Nachfolge übernimmt der bisherige Stellvertreter Peter Breunig, Julia Nitsche wird zum Stellvertreter gewählt. Schneider leitete den Verein seit der Wiedergründung 1998 und war schon die Jahre zuvor leidenschaftlicher Organisator verschiedenster Veranstaltungen. Für diese herausragenden Leistungen überreicht im Kreisbrandrat Johann Koller die Ehrenmedaille des Bayerischen Feuerwehrverbandes.

 

 

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