Feuerwehrgerätehaus Greifenberg

Unser aktuelles Feuerwehrgerätehaus, Föhrenweg 8

Das Gebäude bietet:

  • 2 Fahrgassen

  • dahinter, quer angeordnet, den Stellplatz für den VSA

  • die für ein FW-Haus üblichen Sozial- und Funktionsräume (incl. großem Schulungsraum)

  • Schlauchwäsche erfolgt noch konventionell mit Trog, elektrischer Bürste und manuellem Aufzug in den Schlauchturm

 

Anfang der 80er-Jahre führte am Bau eines neuen Feuerwehrhauses kein Weg mehr vorbei. Greifenberg wuchs ständig. Auf der am Ort vorbeiführenden Bundesstraße 12 drohte der Verkehrskollaps mit häufig tödlichen Unfällen und der Bau der A96 war beschlossen. Mit der vorhandenen Ausrüstung (siehe „Unser früheres Feuerwehrgerätehaus“) waren diese Aufgaben nicht mehr zu bewerkstelligen. Ein Löschfahrzeug LF16 musste beschafft werden und damit bestand zwangsläufig die Notwendigkeit für ein neues Feuerwehrgerätehaus

 

Am 27.07.1986 war die Einweihung, zugleich mit dem neuen LF 16. Der Betrieb wurde aber schon Ende 1985 auf „kleiner Flamme“ mit dem Unimog aufgenommen.

Die Baukosten betrugen ca. 1 Mio. DM. Die Gemeinde finanzierte 700.000 DM, der Rest kam aus staatlichen Zuschüssen. Ursprünglich war die Bausumme niedriger geschätzt, aber bei den Aushubarbeiten zeigte sich, dass ein umfangreicher Bodenaustausch notwendig war.

 

In der Zwischenzeit wurde im Gebäude viel ergänzt oder modernisiert. Nur als Beispiele: zentrale Pressluftversorgung, PC mit LAN-Netz und Anbindung an das Internet, großes Anzeigetableau für angeforderte Fahrzeuge im Alarmfall, TETRA-Digitalfunk, A/V-Medien für die Ausbildung und zuletzt Einbau einer professionellen Anlage zur Banderkennung. Ja, richtig gelesen, auch bei den Feuerwehren brennt es immer häufiger, da viele moderne Akku-Geräte ständig Verbindung mit dem Stromnetz benötigen.

 

 

 

Unser früheres Feuerwehrgerätehaus, Hauptstraße 21

 

Leider finden sich in der fast lückenlosen Chronik der FF Greifenberg keine Jahresangaben zur Nutzung dieses Gebäudes. Wer aber in der 60er- bis 80er-Jahren aktiv bei der Feuerwehr war, kennt noch die Situation. Feuerwehrhaus war der rechte Teil mit dem Doppeltor, links war eine sogenannte Gemeinschafts-Gefrieranlage untergebracht. Eine genossenschaftliche Lösung aus der Zeit, als größere Gefriertruhen- oder schränke im eigenen Haushalt unerschwinglich waren. Den rechten Teil nutzt heute der gemeindliche Bauhof.

 

Das TLF 8 auf Unimog-Basis (siehe kleines Bild), welches Greifenberg 1964 zur Nutzung und Betreuung vom ZB erhalten hatte, passte gerade so in das Gebäude. Neben einigen Feuerwehrutensilien war kaum weiterer Platz. Die persönliche Schutzausrüstung hatten die Dienstleistenden bei sich im Haus. Theoretische Ausbildungen im Herbst und Winter fanden meist in den Nebenzimmern der örtlichen Gaststätten statt.

 

Es gab aber damals schon ein technisches Highlight in diesem Gerätehaus: einen Funkempfänger mit Endlostonband. Sobald die Sirene ausgelöst hatte, wurde die Sprachdurchsage auf das Band gespeichert und die anrückende Mannschaft konnte sofort die Details des Einsatzes abhören.