Freiwillige Feuerwehr


Greifenberg e.V.

 

Tag der offenen Tür am 22. Juli 2017

 

 

Es war das erste Mal, dass die Feuerwehr Greifenberg eine derartige Veranstaltung durchführte. Es gab zwar bei den früheren Dorffesten am Feuerwehrhaus auch die Möglichkeit, etwas Einblick in unsere Arbeit zu bekommen, jedoch nicht in dieser umfassenden Art.

Mangels entsprechender Erfahrung waren wir deshalb sehr gespannt, ob das nun ein Erfolg oder Flop wird.

Der Beginn um 13.00 Uhr war anscheinend etwas zu früh gewählt, aber ab 14.00 Uhr hatten wir „volles Haus“. Anwesend war ein breites Spektrum an Besuchern. Erwachsene, die nur die Feuerwehr an sich interessierte, Eltern mit Kindern und dazu noch vielfach die Omas und Opas, also ein buntes Gemisch aller Alters- und Interessensgruppen. Am Verzehr von Getränken und Kuchen konnte man ablesen, dass sich die Veranstaltung positiv entwickelt.

 

Feuerwehrtechnisch standen natürlich unser LF 10, das HLF 20 und der VSA im Mittelpunkt sowie unser historisches Gerät. Fachliche Erklärungen wurden dazu von unseren Maschinisten gerne gegeben.

Ein weiteres Angebot waren Führungen durch das Feuerwehr-Gerätehaus mit fachlichen Erläuterungen und einem kurzen Rückblick in die Vorgeschichte des heutigen Standorts. Einigen Teilnehmern wurde durch die Führung bewusst, dass die „Roten Autos“ nur ein Teil der Feuerwehr sind. Auch die gesamte Logistik im
Gebäude ist von immenser Bedeutung.

 

Absolutes Highlight waren, wie schon öfter, unsere Kameraden aus Dießen mit der Drehleiter. Wer wollte und mit der Höhe kein Problem hatte, wurde im Rettungskorb knapp 30 Meter in die Höhe gefahren. Von oben bietet sich ein wunderbarer Blick über das West- und Ostufer des Ammersees, bei guter Witterung sind auch die Alpen und das Südufer sichtbar. Unser besonderer Dank gilt den Kameraden aus Dießen, die mit Engelsgeduld den gesamten Nachmittag ihre Drehleiter gefahren haben. Wir kommen auf Euch zurück, wenn wir wieder einen Publikumsmagnet benötigen.

 

Unsere Jugendfeuerwehr machte mit einem Geschicklichkeits-Parcours auf sich aufmerksam. Insgesamt konnten sich die Kinder an sechs Stationen austoben. Dabei ging es z.B. um eine ruhige Hand beim „heißen Draht“ oder um gutes Zielwasser bei der Schaumkuss-Schleuder oder beim Leitergolf. Eine gute Koordination war beim Grisu gefragt. Viel Glück brauchte man beim Nüsse klopfen. Das absolute Highlight war auf jeden Fall das Spritzenhaus. Hier konnte ein „Brand“ mit der Kübelspritze gelöscht werden. An der Nässe der Kleidung war schnell auszumachen, wer von den Kleinen besonders aktiv war. Das Aufbauen, Betreuen und Abbauen der Stationen durch die Mitglieder der Jugendfeuerwehr klappte hervorragend.

 

Exponate aus dem Bereich Rettungsdienst zu bekommen war schwierig und dies auch aus verständlichen Gründen. Denn es war Wochenende, schönes, heißes Wetter und somit eine einsatzfördernde Situation. Aber die Kameraden des First Responder aus Eching sind eingesprungen und haben Fahrzeug und Ausrüstung vorgeführt sowie an der Demo zum Heben schwerer Lasten aktiv mitgewirkt.

 

 

Unsere Aktiven zeigten drei Szenarien:

 

 

1. Den „Klassiker“ Fettbrand

 

Häufig vorgeführt und erklärt, aber trozdem immer wieder ein Einsatzfall für die Feuerwehren. Wer die Vorführung bewusst gesehen hat, sollte in Zukunft wissen, was er absolut nicht tun darf, falls er weiterhin eine schöne Wohnung haben möchte: Finger weg vom Wasser!

 

 

 

 

2. Absturzsicherung

 

Gezeigt wurde diese für den angenommen Fall, dass sich die Feuerwehr auf dem eigenen Gebäudedach einen trittsicheren Weg von der Traufe zum Giebel schaffen muss. Es waren Dachplatten zu entfernt und nach dem Einsatz wieder einzulegen. Wegen der hohen Temperaturen auf dem Dach war dies eine Extrembelastung für den ausführenden Kameraden, was man ihm nach dem Abstieg auch deutlich ansah. Die Kameraden zur Absicherung auf dem Boden standen wesentlich relaxter da.

 

 

3. Heben schwerer Lasten

 

In diese Demo war quasi der Tagesablauf der Aktiven vorab integriert. Jeder geht seinen privaten Tätigkeiten nach – der Meldeempfänger (Piepser) löst aus (hier natürlich gesteuert über einen Prüfsender) – Anfahrt zum Feuerwehrhaus – Einkleidung/Ausrüstung – Start der Einsatzfahrt.

Am Einsatzort war eine Person mit dem Fuß unter einem schweren Müllcontainer eingeklemmt. Angesagtes Rettungsmittel waren die Hebekissen, nach jedem Hebeschritt war mit Holz zwecks Sicherung zu unterbauen. Während der Rettungsaktion waren zunächst die Ersthelfer der Greifenberger Feuerwehr mit der Versorgung des Verunfallten befasst, deren Job dann vom etwas später eintreffenden First Responder der Feuerwehr Eching überwiegend übernommen wurde.

 

 

Rückschau und Dank

 

In Anbetracht, dass dieser Tag der offenen Tür quasi wie der Sprung ins kalte Wasser war, können wir mit der Resonanz und dem Ablauf sehr zufrieden sein.

Gelingen konnte dies nur durch viele helfende Hände, bei denen wir uns herzlich bedanken.

 

Freiwillige Feuerwehr Dießen (Drehleiter)

First Responder der Freiwilligen Feuerwehr Eching

Firma Fischer Transporte für die Nutzungsmöglichkeit des Betriebsgeländes

Bürgermeister Johann Albrecht für die Unterstützungstätigkeit durch den Bauhof

allen Kuchenbäckerinnen und dem Kuchenbäcker

unseren Frauen für die Arbeiten rund um Kaffee und Kuchen

der Jugendfeuerwehr Greifenberg mit Jugendwart Thomas Schmelcher

den mitwirkenden Aktiven der Feuerwehr Greifenberg

unserem Stüberlwirt und Ehrenkommandanten Josef Pitzl für verschiedenste Hilfen